14.11.11

fly

"The Sky is not the Limit - the Ground is!"
                                                                (Dan Poynter's Skydiving Handbook)



1983 habe ich diesen Flugplatz zum ersten Mal betreten. Ein Tag der offenen Tür, mit Flugshow und der Möglichkeit, selbst in Segelfliegern und kleinen Sportmaschinen mitzufliegen. Auch Tandemsprünge waren möglich.

Gestern war ich zum zweiten Mal dort. Erinnerungen an einen traumhaft schönen Segelflug vor 28 Jahren... 
Segelflieger waren diesmal nicht da, aber hübsche kleine Maschinen und ein traumhaftes Wetter dazu - mitten im November. Einige Leute verirren sich am Sonntagnachmittag hierher, einfach um die Aussicht zu genießen oder den Starts und Landungen zuzuschauen. Und während die Sonne im Laufe des Nachmittags ihre Kraft verliert, wird es kalt. Kann mich nicht losreißen von dieser Aussicht und merke: Die Faszination für Flugzeuge ist immer noch da. Und der Traum, mit dem Helicopter über den Harz zu fliegen auch... natürlich nicht ohne Kamera :)























09.11.11

November - Licht und Schatten

"Time is but a stream I go a-fishing in."
Die Zeit ist nur ein Fluss, in dem ich fischen gehe. (Henry David Thoreau, 1817-1862)

Der November hat einen schlechten Ruf: kalt, trübe, eine eigenartig gedämpfte Stimmung macht sich bei den meisten Menschen bemerkbar je kürzer die Tage werden.  In diesem Jahr hat sich in meiner Wahrnehmung etwas verändert - die Fotografie hat entscheidenden Anteil daran und - zugegeben - auch die unnatürlich warme Witterung mit außergewöhnlich vielen Sonnenstunden. 

Zum ersten Mal nehme ich den Herbst als schön wahr, zum ersten Mal hat er nicht diesen Charakter des Abschieds, sondern scheint mit seinen prächtigen Farben und wundervollen Lichtstimmungen alle Melancholie und Traurigkeit der vergangenen Herbste ausgleichen zu wollen. Leuchtende Blätter in warmen Farben...glitzernde Tautröpfchen in Spinnennetzen...reizvolle schemenhafte Konturen in morgendlichen Nebellandschaften. Dieser Herbst schenkt Inspiration wohin man schaut. Die Erinnerungen an Krankenhäuser, Loslassen-Müssen und Abschied verblassen langsam... die Zeit ist ein Fluss.








Und mir fällt etwas auf: Keine Veränderung passiert durch äußere Einwirkung. Lange habe ich diesem Gedanken geglaubt.
Ein Trugschluss. Alles verändert sich nur mit innerer Anwendung.


01.11.11

If you want to go far, go together.


Ein Morgen wie jeder andere... 
06:15 Uhr klingelt der Wecker. Im morgendlichen Programm liegt schon eine gewisse Automatik. Das Morgenlicht lockt mit Nebel und diffusen Sonnenstrahlen. Tasche mit- nehmen - diesmal nicht die Speicher- karte im Rechner steckenlassen! - Wo, verdammt, sind die Autoschlüssel? - Was? Es ist halb acht? - Schule... und wieder entgegengesetzte Richtung. 
Die Sonne will mir eins auswischen, zieht die restlichen Nebelschwaden im Turbotempo aus der Landschaft. Ein etwas höher gelegener Feldweg gibt den Blick frei auf vernebeltes und Herbstvergoldetes Harzer Umland. Zwei Hunde mit ihren Herrchen rücken in den Sucher, die Männer grüßen freundlich, gehen vorbei. Rückansichten...Mann mit Hund vs. Frau mit Tele.
Und wieder mal bin ich zu spät dran.

Ein paar Schritte aufs Feld, eine andere Einstellung. Unbefriedigend. Und Rückzug. Der Mann mit dem Wolf beendet gerade seine Runde. "Wenn Sie unten vor Nebel gar nichts mehr sehen - dann müssen Sie hier hoch fahren! Unglaublich, diese Aussicht, nicht?" Ein Gespräch beginnt - erst belanglos, dann mit erstaunlichem Inhalt. Er erzählt aus früheren Zeiten, von seinem Job, den er Jahrzentelang wirklich gern gemacht hat - aber dann änderten sich die Zeiten, immer im Stress, jeden Tag 300 km auf dem Tacho. Die 'Auslese' im Betrieb, das befohlene Aussortieren. Wer geht als nächster?
Wer die Wahl hat, hat die Qual - aber keinen Ausweg.

An solchen Tagen ist er diesen Weg gegangen - mit seiner Frau. Eine Frau, die schon immer eine gute Zuhörerin war. Mit den gemeinsamen abendlichen Spaziergängen konnte er dem Druck standhalten, die Gedanken des Tages aufarbeiten, neue Kraft schöpfen für den nächsten Tag.

Wenn du schnell gehen willst, geh allein.
Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam mit anderen.


For english speaking friends: http://mal-so-mal-anders.blogspot.de/2013/10/a-special-kind-of-closeness.html


22.10.11

Herbst trifft Frost



Mit anderen Augen sehen

Und während du dir um all die unwichtigen Dinge Gedanken machst, existiert direkt neben dir eine Welt, die du kaum wahrnimmst. Die Natur zeigt dir Schönheit, die einfach entsteht... durch Licht, durch Wasser, durch Kälte. Wieviele Tage hast du schon vergeudet in Internet-Foren, mit der ziellosen Suche nach Inhalt? Die Welt kann sich in einem einzigen Tropfen spiegeln...und dann spürst du wieder, was es heißt 
mit anderen Augen zu sehen.

HI

18.10.11

Winterwege



Voller Zuversicht und Tatendrang machst du dich auf den Weg. Der Tag schenkt dir unendlich viel Licht, deine Gedanken springen im Zick-Zack zwischen Gegenwart und Zukunft...und dann wird der Weg beschwerlicher. Das Fortkommen wird mit jedem Meter schwerer und es ist eiskalt. Ein Sonnenstrahl wärmt dein Gesicht und mobilisiert deine Kraft. Noch eine Steigung und du stellst fest: Du hast dich wieder einmal unterschätzt.

Du kannst jedes Ziel erreichen, nur stehenbleiben darfst du nicht.

Oktober Licht

Die Sonne bringt sie zum Funkeln...

14.10.11

Don't touch


" Das Gras wächst nicht schneller, auch wenn du daran ziehst."

Afrikanisches Sprichwort

Der Goldene Mantel


Sie dreht sich, ihr Mantel springt auf,
unvermutet, goldenes Licht...überall,
goldenes Licht...







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10.10.11

Im Herzen barfuss






"Im Herzen barfuss"...wie kommt man auf so etwas?
Es sind die Tage, an denen das Leben einfach so dahinplätschert, keine bewegenden Ereignisse, keine besonderen Vorkommnisse. Und doch... da kommen Erinnerungen hoch, die aufsteigen wie kleine Luftbläschen in einem Glas Wasser. Sie lassen dich sentimental werden, ja dünnhäutig geradezu. Es ist der Punkt, an dem du den Hund schnappst, die Leine und in den Wald gehst... warm eingepackt und

im Herzen barfuß