Herbstlaub - Windes Raub...
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18.11.11
09.11.11
November - Licht und Schatten
"Time is but a stream I go a-fishing in."Die Zeit ist nur ein Fluss, in dem ich fischen gehe. (Henry David Thoreau, 1817-1862)
Der November hat einen schlechten Ruf: kalt, trübe, eine eigenartig gedämpfte Stimmung macht sich bei den meisten Menschen bemerkbar je kürzer die Tage werden. In diesem Jahr hat sich in meiner Wahrnehmung etwas verändert - die Fotografie hat entscheidenden Anteil daran und - zugegeben - auch die unnatürlich warme Witterung mit außergewöhnlich vielen Sonnenstunden.
Zum ersten Mal nehme ich den Herbst als schön wahr, zum ersten Mal hat er nicht diesen Charakter des Abschieds, sondern scheint mit seinen prächtigen Farben und wundervollen Lichtstimmungen alle Melancholie und Traurigkeit der vergangenen Herbste ausgleichen zu wollen. Leuchtende Blätter in warmen Farben...glitzernde Tautröpfchen in Spinnennetzen...reizvolle schemenhafte Konturen in morgendlichen Nebellandschaften. Dieser Herbst schenkt Inspiration wohin man schaut. Die Erinnerungen an Krankenhäuser, Loslassen-Müssen und Abschied verblassen langsam... die Zeit ist ein Fluss.
Und mir fällt etwas auf: Keine Veränderung passiert durch äußere Einwirkung. Lange habe ich diesem Gedanken geglaubt.
Ein Trugschluss. Alles verändert sich nur mit innerer Anwendung.
01.11.11
If you want to go far, go together.

Ein Morgen wie jeder andere...
06:15 Uhr klingelt der Wecker. Im morgendlichen Programm liegt schon eine gewisse Automatik. Das Morgenlicht lockt mit Nebel und diffusen Sonnenstrahlen. Tasche mit- nehmen - diesmal nicht die Speicher- karte im Rechner steckenlassen! - Wo, verdammt, sind die Autoschlüssel? - Was? Es ist halb acht? - Schule... und wieder entgegengesetzte Richtung.
Die Sonne will mir eins auswischen, zieht die restlichen Nebelschwaden im Turbotempo aus der Landschaft. Ein etwas höher gelegener Feldweg gibt den Blick frei auf vernebeltes und Herbstvergoldetes Harzer Umland. Zwei Hunde mit ihren Herrchen rücken in den Sucher, die Männer grüßen freundlich, gehen vorbei. Rückansichten...Mann mit Hund vs. Frau mit Tele.
Und wieder mal bin ich zu spät dran.
Und wieder mal bin ich zu spät dran.
Ein paar Schritte aufs Feld, eine andere Einstellung. Unbefriedigend. Und Rückzug. Der Mann mit dem Wolf beendet gerade seine Runde. "Wenn Sie unten vor Nebel gar nichts mehr sehen - dann müssen Sie hier hoch fahren! Unglaublich, diese Aussicht, nicht?" Ein Gespräch beginnt - erst belanglos, dann mit erstaunlichem Inhalt. Er erzählt aus früheren Zeiten, von seinem Job, den er Jahrzentelang wirklich gern gemacht hat - aber dann änderten sich die Zeiten, immer im Stress, jeden Tag 300 km auf dem Tacho. Die 'Auslese' im Betrieb, das befohlene Aussortieren. Wer geht als nächster?
Wer die Wahl hat, hat die Qual - aber keinen Ausweg.
An solchen Tagen ist er diesen Weg gegangen - mit seiner Frau. Eine Frau, die schon immer eine gute Zuhörerin war. Mit den gemeinsamen abendlichen Spaziergängen konnte er dem Druck standhalten, die Gedanken des Tages aufarbeiten, neue Kraft schöpfen für den nächsten Tag.
Wenn du schnell gehen willst, geh allein.
Wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam mit anderen.
For english speaking friends: http://mal-so-mal-anders.blogspot.de/2013/10/a-special-kind-of-closeness.html
28.10.11
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